#miniaktikaitoKAL – Akita aus ITO Garnen

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Ich habe ja schon fast selbst nicht mehr dran geglaubt, aber heute kann ich euch endlich meinen Akita Pulli zeigen. Das Teil ist schon seit Wochen fertig, aber bei der Hitze hatte ich wenig Motivation, Fotos zu machen. Bei 34 Grad schmeiße ich mich nicht in einen Mohair-Pulli, bei aller Liebe nicht. Jetzt sind die Fotos aber endlich im Kasten und ich kann euch den Pulli in seiner ganzen Pracht zeigen!

Akita Ito Garn Pulli (12)

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Den Akita Pulli hatte ich im letzten Dezember bei Tanja von ITO im Laden gesehen und mich sofort verliebt. Die ungewöhnliche Konstruktion fand ich super und Fledermausärmel sind eh total meins, das musste ich unbedingt stricken. Ich habe dann noch Frau Jetztkochtsieauchnoch anstecken können, so dass wir im April gemeinsam mit dem #miniakitaitoKAL an den Start gegangen sind.

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Ich habe mich bei der Garnauswahl weitgehend an das Originalgarn aus der Anleitung gehalten (ITO Shio und ITO Sensai) und nur die Tsuchi durch die Urugami ersetzt, da mir die melierten Färbungen der Tsuchi nicht so gut gefallen haben. Aber bei ITO Garnen ist es ja nie schwer, einen Garnersatz zu finden, denn die Garne sind ja darauf ausgelegt, dass man die unterschiedlich miteinander kombiniert.

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Die Anleitung vom Akita-Pulli ist recht knapp gehalten. Ich finde sie verständlich, kann mir aber vorstellen, dass Menschen, die eher ausführliche Anleitungen gewohnt sind, hier eventuell ihre Probleme haben. Ich bin ja eh nicht so der genaue Zeile für Zeile Leser, sondern erfasse das Prinzip und stricke drauf los, ohne viel drüber nachzudenken. Trotzdem war das Stricken des Pullis nicht ganz ohne Hindernisse. Direkt am Anfang habe ich mich von Frau Jetztkochtsieauchnoch bei einer Diskussion über die Garnkombi verunsichern lassen, was dazu geführt hat, dass ich den Körper des Pullis dreifädig statt zweifädig gestrickt habe – was natürlich zur Folge hatte, dass ich wesentlich mehr Garn verbraucht habe und auch, dass der Pulli größer geworden ist als intendiert. Ich war aber, als ich dann nochmal über die Garnkombi nachgedacht habe, zu faul, noch mal zu ribbeln. Außerdem ist das Ribbeln eines mehrfädig verstrickten Garns ein Albtraum, den ich mir nicht antun wollte.

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Der Pulli hat eine ziemlich spannende Konstruktion: Erst wird der Körper gestrickt, der aus einem Bündchen besteht, das in zwei Dreiecke übergeht, danach werden die Fledermausärmel gearbeitet und eingesetzt. Jawohl, eingesetzt, das ist ein Euphemismus für eingenäht – der Pulli ist eine super Gelegenheit, sich im Matratzenstich zu üben. Ich mach das ja nicht wirklich gerne, wirklich nicht, aber ich würde mir eher die Hand abhacken, als einen selbst gestrickten Pulli unter die Nähmaschine zu legen. Da habe ich irgendwie einen seltsamen Ehrgeiz in mir. Ich habe also einen Urlaubstag genutzt und den Pulli sorgsam per Hand zusammengenäht. Es war gar nicht so schlimm und fast schon ein bisschen meditativ.

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Durch die Konstruktion ist der erste Zeitpunkt, an dem man den Pulli anprobieren kann, nach dem Zusammennähen. Da hätte ich das Teil fast angezündet – denn es war zu weit und saß überhaupt nicht schön. War ja auch abzusehen, denn ich habe ja auch mit dickerem Garn gestrickt, als vorgesehen (ich hatte die Hoffnung, dass das nicht so ins Gewicht fällt… tat es aber). Zum Glück hatte ich aber, als hätte ich es geahnt, das untere Bündchen länger gestrickt, als von der Anleitung vorgesehen. Also habe ich, tapfer wie ich bin, noch mal die Nähnadel in die Hand genommen, das Bündchen umgenäht und ein Gummiband eingezogen. So, wie der Pulli jetzt sitzt finde ich ihn sehr gut tragbar und er gefällt mir auch wirklich gut – auch oder gerade weil er ein bisschen ungewöhnlich ist.

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Die Anleitung ist definitiv nichts für Anfänger. Man muss ein wenig mitdenken, vor allem, wenn man größer oder kleiner ist als das Durchschnittsmaß, für das die Anleitung gedacht ist. Die Länge des Pullis ist durch die Dreieckskonstruktion vorgegeben und wenn man daran etwas ändern möchte, muss man die Winkel des Dreiecks ändern, sprich die Häufigkeit der Abnahmen, was wiederum Auswirkungen auf die Ärmel hat, die man dann auch entsprechend anpassen muss. Frau Jetztkochtsieauchnoch ist ja eher klein und ändert ihren Akita beim Stricken ab. Ich bin sehr gespannt auf ihr fertiges Werk.

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Ich bin mit meinem Pulli nach der Gummiband-Rettungsaktion sehr zufrieden und freue mich aufs Tragen – im Herbst!

Verlinkt bei: Auf den Nadeln, Creadienstag, Sewlala, Handmade on Tuesday, Dings vom Dienstag, Lieblingsstücke, Meine Fummeley, Liebste Maschen

Itogarn Pulli (2)

Itogarn Pulli (1)

Itogarn Pulli (3)

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Nane sagt:

    Mein erster Gedanke war auch „und nun hol Mals was oben aus dem Küchenschrank“ 😉 Optisch ist der Pulli aber sehr schön!

    Liebe Grüße, Nane

  2. muschelmaus sagt:

    Ah, danke, ich finde den echt schick :-) Auf den Bildern schaut es ein bisschen so aus, als wäre die Bewegungsfreiheit etwas eingeschränkt, grins…. Daher die Nachfrage. In den 80ern gab es ja schon mal die Mode mit den Fledermausärmeln, ich habe mich darin immer irgendwie verheddert, wahrscheinlich bin ich zu ungeschickt damit :-) Würde mich freuen, wenn Du dann im Herbst mal was berichtest…..

    1. So beim Tragen ohne Jacke habe ich mich nicht eingeschränkten gefühlt. Ich werde berichten :)

  3. muschelmaus sagt:

    Eine sehr ungewöhnliche Konstruktion für einen Pulli, gefällt mir, aber ich stelle mir das unpraktisch von mit den Ärmeln, eine Jacke drüber geht wohl nicht so einfach oder???? Erzähl mal, wie das in der Praxis ist….

    1. Das ist so ein Pulli, den ich in der Übergangszeit ohne Jacke tragen werde. Es ist halt ein klassischer Fledermausärmel-Schnitt – mit allen Vor- und Nachteilen :) Praxis kann ich erst sammeln, wenn es wieder kühler wird, denn gerade ist der Mohair-Kram viel zu warm :)

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