#TahitiKAL

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Es gibt so Sachen, die muss ich einfach mitmachen. Wenn absehbar ist, dass die halbe Internet-Strickwelt an einem Mystery Knit Along mitstrickt, bin ich einfach Lemming. Da muss ich mitstricken. Für alle, die nicht wissen, was ein Mystery Knit Along ist: Bei einem Mystery Knit Along stricken ganz viele Menschen gemeinsam nach einer Anleitung und wissen nicht, was da am Ende genau rauskommt. Man kennt meistens das „Genre“, also man weiß, ob man ein Tuch, eine Mütze oder einen Pulli strickt, aber wie das fertige Teil dann aussieht, ist ein Mysterium. In der Regel werden diese Mystery Anleitungen häppchenweise, also in mehreren Teilstücken nach und nach veröffentlicht. Das ist immer ein Wagnis, denn es kann immer sein, dass einem das fertige Teil nicht gefällt, aber ab und zu hab ich da tierisch Spaß dran.

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Als daher Schachenmayr und Frau Feinmotorik kurz vor der H&H zu einem Tuch-Mystery KAL aufgerufen haben, war schnell klar, dass ich da mitstricken werde (das, und eine gewisse kleine hartnäckige Gestalt mit dem Wort Kochen im Namen, die mich da ein wenig mit genervt ähhhhh, sanft in die Richtung gestubst hat). Ein Dreieckstuch sollte es werden, so viel stand fest. Und Tücher kann man ja nie genug haben und das Garn sah auch sehr spannend aus. Außerdem war ein großes Anstrickevent auf der H&H geplant, das wollte ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen.

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Ich durfte mir netterweise zwei Farben des Tahiti-Garns aussuchen, die mir die liebe Steffi von MEZ/Schachenmayr zum Anstrickevent auf die H&H in Köln mitgebracht hat. Ich Held habe natürlich, wie immer, die Banderolen schon entsorgt, aber laut der Farbkarte müssten das Bermuda und Hibiskus gewesen sein. Die Tahiti ist ein Baumwollgarn mit einem Farbverlauf – und teilweise sehr knalligen Farbkombinationen, von denen mich sehr viele angesprochen haben. Ich war dann auch mutig und habe zwei dieser Knaller kombiniert – das hätte, je nach Design des Tuches, auch ziemlich in die Hose gehen können. Aber ich mag es knallig – und ab und zu ein bisschen Risiko.

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Auf dem Anstrickevent habe ich dann grandiose vier Reihen geschafft – ich war nur am Quatschen und außerdem ist das Tuch nix zum nebenbei stricken. Die verschiedenen verwendeten Muster an sich sind zwar sehr simpel, aber man muss dabei zählen und sich ein bisschen konzentrieren – und das auch in den Rückreihen, in denen auch immer etwas los ist und nicht einfach nur stumpf links gestrickt werden kann. An dem Muster aus dem ersten Teil haben sich auch einige ein wenig die Zähne ausgebissen, wie man in der Schachenmayr Facebook-Gruppe lesen konnte. Aber fast alle haben sich erfolgreich durchgebissen. Wie gesagt, man muss sich nur ein wenig konzentrieren.

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Das verwendete Garn hat mich ziemlich überrascht, denn normalerweise bin ich ja kein großer Freund von Baumwollgarnen, aber die Tahiti strickt und trägt sich sehr angenehm. Schön leicht und kühl und vor allem nicht so steif und starr. Da könnte ich mir durchaus noch weitere Übergangs- und Sommertücher draus vorstellen.

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Das Tuch habe ich, durch die 14tägig erscheinenden Hinweise, in einer ziemlichen Rekordgeschwindigkeit gestrickt. Alle zwei Wochen freitags erschien ein Teil der Anleitung und ich war eigentlich immer spätestens am Sonntag damit fertig und habe auf den nächsten Teil gewartet. Ich muss gestehen, dass ich sehr erleichtert war, dass es in der Anleitung auch einen Chart (Strickschrift) gab. Die ausgeschriebene ausführliche Anleitung hätte mich wahrscheinlich zur Verzweiflung getrieben, die war, in meinen Augen, ziemlich unübersichtlich. Aber ich stricke eh lieber nach Charts, von daher war das alles super machbar.

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Zum fertigen Tuch bin ich etwas zwiegespalten. Ich finde die verwendeten Muster hübsch, aber der Mustermix in der Kombination mit den zwei unterschiedlichen, knalligen Farben ist mir fast ein wenig too much. Ich habe ein wenig das Gefühl, dass Farbe und Muster hier um Aufmerksamkeit konkurrieren. Im Nachhinein hätte ich wahrscheinlich lieber zwei harmonische Farbverläufe gewählt – oder nur aus einer Tahiti-Farbe gestrickt. Denn ich finde, das Tuch braucht die zwei Farben nicht, denn das Tahitigarn ist pro Farbe in sich schon lebhaft genug. Daher weiß ich noch nicht, ob das Tuch bei mir bleibt oder ich ihm ein neues liebevolles Zuhause suche.

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Die Feather and Fan Abschlusskante vom Tuch war für mich eine super Gelegenheit, mein Spannset von Lazadas auszuprobieren, dass mir freundlicherweise von Martina Behm aka Strickmich! zur Verfügung gestellt wurde. Ich habe ja sonst immer mit Karbonstäben aus dem Drachenbaubedarf gespannt, die sind aber relativ dick und leiern bei dünnen Garnen mit entsprechend „engen“ Maschen die Maschen gerne mal leicht aus bzw. hinterlassen sichtbare Spuren. Die Spanndrähte aus dem professionellen Spannset sind um einiges dünner und waren daher für die Tahiti super geeignet. Da ich zum Spannen von Strickstücken super viele Fragen bekommen habe, habe ich die Gelegenheit genutzt und meinen Spannprozess gefilmt und bei Instagram in meine Highlights gepackt. Dort zeige ich, wie man Spitzen an Tüchern gut ausspannen kann. Die sind bei meinem Tahiti-Tuch super rausgekommen. Die Anleitung gibt es übrigens unter dem Namen „Maeva“ kostenlos auf ravelry zum Download. Unter dem Hashtag #tahitiKAL könnt ihr euch auf Instagram ganz viele fertige Tücher ansehen und so auch ein Gefühl für die Wirkung mit verschiedenen Farbkombis bekommen.

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Ich hatte jedenfalls sehr viel Spaß an dem Mystery KAL – es ist immer spannend, zu schauen, wie das Strickstück sich von Teil zu Teil entwickelt. Ich sollte mal wieder öfters bei Mystery KALs mitmachen. Habt ich schon mal einen Mystery mitgestrickt?

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Verlinkt bei: Auf den Nadeln, Creadienstag, Sewlala, Handmade on Tuesday, Dings vom Dienstag, Lieblingsstücke, Meine Fummeley

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6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Simone Böhm sagt:

    Hallo, ich habe sowohl die Anleitung und das Garn schon liegen, habe aber im Moment noch einen Seelen wärmer auf den Nadeln. Deine Farbkombination finde ich mutig. Ich habe mich für gedeckte Farben entschieden.
    Das Tuch steht dir aber wirklich sehr gut 👍.
    Mitgemacht habe ich einen knit along von Lana Grossa und von woolpedia. Außerdem arbeite ich gerade an einem knit along für eine Weihnachtsdecke vom ARD Buffet.
    Ich liebe es, wenn ich nicht weiß, was am Ende dabei raus kommt, aber ich kann mir das nicht für Kleidung vorstellen.
    Dir vielen Dank für deine tollen Ideen.
    Simone

  2. muschelmaus sagt:

    Oh, die Farbkombination hat mir ja schon bei insta gefallen, aber hier schaut es noch besser aus, toll

  3. Angelika sagt:

    Ich finde, das Tuch mit diesen wunderschönen Farben steht dir super! Es trifft auch das Thema perfekt: Tahiti! Eine Farbenspiel nach Gauguin! Ich habe es auch gestrickt- nicht mit der Orginalwolle- und es hat mir viel Freude, aber auch Herausforderung beschert. Für mich war die schriftliche Anleitung genial und einfach, mit einem Chart wäre ich nicht zurecht gekommen. Das liegt aber sicher daran, dass ich Anfänger bin und du ein Profi bist 😉

    1. Danke Dir :)
      Ich glaube nicht, dass das was mit Anfänger oder Profi zu tun hat. Ich habe direkt mit Charts gelernt und finde schriftliche Anleitungen, also Reihe für Reihe ausgeschrieben, in den meisten Fällen heillos unübersichtlich – vor allem, wenn sie über mehrere Zeilen gehen. Charts kann ich viel besser auf einen Blick (oder auch portionsweise) erfassen kann, da kann sich das Auge besser dran festhalten.
      Aber das ist ja wirklich immer Geschmackssache :)

  4. Grit Hannaleck sagt:

    Das Tuch sieht richtig klasse aus , ich finde die Farben stehen dir gut. Ich kann dich aber verstehen, mir wären sie auch ein bisschen viel zusammen. Ich habe auch beim Tahitikal mitgestrickt, bin aber mit der Kante noch nicht fertig, weil ein paar Tests eine Deadline haben .
    Beim Elaramysterykal habe ich auch mitgemacht.

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