Retroliebe Teil 2: Webware

Dass ich von dem Kleiderschnitt Retroliebe vom Nähkind sehr begeistert bin, konntet ihr ja schon in meinem Post von letzter Woche sehen. Da habe ich euch das Kleid in der Jerseyvariante gezeigt. Die Retroliebe gibt es aber auch als Schnittmuster für Webware – was mich ziemlich begeistert, denn ich möchte ja mehr Klamotten aus Webware nähen.

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Die Retroliebe aus Webware ist dabei quasi „Baumwolle nähen light“, denn der Schnitt ist so konzipiert, dass er ohne Reißverschluss oder sonstige komplizierte Gedöns auskommt. Es ist ein sehr locker sitzendes Kleid, dass man problemlos so über den Kopf bekommt.

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Auch die Webwarenvariante kommt mit den Faltendetails vorne und der Kellerfalte hinten. Hier muss man bei der Stoffwahl ein bisschen auspassen, denn bei eher festen Stoffen fällt die Kellerfalte sehr steif und das kann unter Umständen einen riesigen Hintern machen. Als Alternative könnte man den hinteren Rockteil einfach entsprechend verschmälern oder aber auf die Länge des hinteren Rockteils einkräuseln.

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Ich habe auch hier zwei Varianten genäht und mich mutig dazu entschieden, all in zu gehen und auch die Kellerfalte zu nähen.

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Variante 1 ist aus leichter Baumwollpopeline, die ich bei der Leinen-Lodge erstanden habe – ich fand die Zahnräder so cool, das erinnert mich ein bisschen an Steampunk. Hier habe ich enthusiastisch – zeitgleich mit meiner grünen Jersey-Variante – die Schnittteile komplett so zugeschnitten, wie sie waren, ohne sie zu verlängern. Daher sitzt das Kleid grenzwertig knapp.

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Popeline ist zwar sehr leichte Baumwolle, fällt aber dennoch nicht so ganz fließend, weshalb hier das Kleid dazu tendiert, einen aussehen zu lassen, als wäre man sehr sehr schwanger. Das lässt sich aber mit einem Taillengürtel beheben (Notiz an mich: Ich muss mir mal ein paar Gürtel nähen!). Popeline ist jedenfalls ein toller Sommerstoff, er trägt sich fantastisch aus der Haut! Passend zu meiner aktuellen Vorliebe habe ich auch an diesem Kleid Ärmel und Halsausschnitt mit Ziergummi eingefasst. Das geht schnell und macht was her.

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Bei Variante 2 habe ich dann gelernt und habe den Rockteil um etwa 15cm plus 3cm Saumzugabe verlängert. Das gefällt mir von der Länge wesentlich besser. Der Stoff, den ich für dieses Kleid genutzt habe, ist ein absoluter Traum! Ein wunderbar zart fließender Blusenstoff, den ich vom Nähkind ergattert habe.

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Der ist absolut perfekt für die Retroliebe: er umschmeichelt den Körper und lässt auch die Falten schön fallen. Ich freue mich tierisch darüber, den Stoff auch noch mit einem anderen Muster gekauft zu haben. Der liegt noch im Stoffvorrat und wird entweder auch eine Retroliebe oder ein anderes Kleid, wenn mir noch ein schöner Schnitt über den Weg läuft.

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Bei der Retroliebe bin ich übrigens auch mit der extrem verlängerten Version sehr locker mit 2m Stoff ausgekommen. Das ist ein weiterer Grund, weshalb ich Oberteile mit Prinzessnähten so liebe – die lassen sich so wunderbar platzsparend zuschneiden.

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Mein Beitrag zu meiner kleinen persönlichen Challenge „mehr Klamotten aus Webware“ geht nun zum Me Made Mittwoch.

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Näht ihr viel Kleidung aus Webware? Habt ihr heiße Tipps für Schnittmuster, mit denen ich mich so langsam aber sicher auch an aufwändigere Webwareprojekte wagen kann?

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Anja sagt:

    Dein blaues Kleid gefällt mir viel besser. Ich finde im Übrigen Webware viel einfacher zu vernähen als Jersey oder überhaupt elastische Stoffe. Eigentlich fängt man doch mit Baumwolle an, weil die sich nicht so verzieht. Schöne Schnitte sind in dem Buch von Tilly and the Buttons, Megan ist perfekt beschrieben und sieht toll aus. LG Anja

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    1. Hallo Anja, ja, das blaue gefällt mir auch besser, der Stoff ist besser geeignet 🙂
      Ich habe mit Webware angefangen zu nähen, aber keine Klamotten. Bei Kleidung finde ich Jersey einfacher, weil der ja dehnbar ist und dann die Passform nicht 100%ig perfekt sein muss. Webware verzeiht da ja wenig… 😉 das Buch von Tilly hab ich sogar, damit muss ich mich mal näher befassen! Danke für den Tipp.
      LG
      Steffi

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