Verliebt in Käthe

Ich gebe es zu: Manchmal verliebe ich mich Hals über Kopf in ein Schnittmuster, das ich irgendwo als Nähbeispiel auf Facebook sehe. Und das lässt mir dann keine Ruhe. Ich verwende unglaublich viel Gehirnschmalz daraus, mir auszumalen, aus was für Stoffen ich diesen Schnitt für mich nähen werde, was ich mit was kombiniere, was ich noch als Detail rantüddeln könnte und so weiter. Manchmal überplane ich dann in meinem Kopf alles, weil es mir so vorkommt, als sei kein Stoff gut genug für dieses Schnittmuster oder es würde bestimmt noch ein Stoff irgendwo rauskommen, der total perfekt passt – wenn ich nur lang genug warte. Bekloppt, ich weiß.

So ging es mir mit Käthe, einem Shirt, das KonfettiPatterns vor ein paar Wochen herausgebracht hat. Käthe und ich, das war Liebe auf den ersten Blick. Käthe kommt mit verschiedenen Optionen für Kragen und Ärmelbündchen. Es gibt sie mit einem großen Loopkragen oder einem überlappenden Kragen, der cool als hoher Stehkragen oder heruntergeklappt getragen werden kann. Zu den Ärmeln gehören kurze und lange Bündchenversionen sowie die Option für megacoole Manschetten. Ich mag es ja sehr, wenn Schnitte so viele Optionen mitbringen. Und wie es bei mir so ist, lange hatte ich Zweifel, ob ich meiner Liebe zu Käthe auch wirklich gerecht werden könnte.

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Aber nun habe ich mich überwunden, der erste Schritt ist getan und Käthe und ich sind jetzt ganz dicke. Seid gewarnt, in den nächsten Wochen wird es hier viele verschiedene Käthes zu sehen geben. Heute zeige ich euch meine erste Version – mit Stehkragen und langen Ärmelbündchen.

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Genäht habe ich sie aus dem tollen melierten Jersey vom Stoffmarkt, den ich schon für ein Basicshirt und meine Martha verwendet habe. Jetzt habe ich leider keinen mehr. Dazu als Kombistoff fedrigen Jersey, der auch von einem Stoffmarkt stammt.

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Käthe war mir so lieb und teuer, dass ich sogar gewagt habe, den Kragen mit einer elastischen Paspel ein wenig aufzupimpen. Das war das erste Mal, dass ich elastische Paspel verwendet habe und es war gar nicht schlimm. Mit dem Reißverschlussfüßchen hat es sehr gut geklappt, knappkantig an der Paspelwulst entlang zu nähen. Ich musste ich den kurvigen Teilen nur aufpassen, dass ich nicht zu stark an der Paspel ziehe, denn sonst wellt sich der Jersey. (Dass ich Depp die komplette Paspel einmal abtrennen musste, weil ich zu dämlich war, sie auf die rechte Seite des Stoffes zu nähen, verschweige ich an dieser Stelle.)

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Käthe kommt außerdem mit Brustabnähern daher – die ich noch nicht einmal versetzen musste. Je länger ich nähe, desto mehr weiß ich Abnäher zu schätzen. Die vermeiden einfach, dass das Oberteil unter den Armen zu viele Falten schlägt.

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Durch ihren Stehkragen finde ich Käthe ein wirklich außergewöhnliches Shirt, das dennoch schlicht ist. Ich mag solche Basicteile mit dem gewissen etwas. Und mit dem Schnittmuster kann man so viel machen – schon allein die Stoffwahl macht so viel aus. Ich habe mir auch eine bürotaugliche Käthe genäht, aber die zeig ich ein anderes Mal!

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So, liebe Käthe, Du darfst jetzt zum RUMS!

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Liebe Steffi, ich freue mich jedes Mal wieder über Deine tollen Sachen.
    Du machst die Welt so viel schöner.
    Du siehst toll aus!
    Deine Bilder sind immer der Wahnsinn.
    Ich drück Dich ganz doll! :*

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    1. Du machst mich ganz verlegen! Sei gedrückt :* ❤

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